Kreisverband Neckar-Odenwald

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Christoph Peschke
Kreisvorsitzender der ÖDP Neckar-Odenwald

Im Namen der Ökologisch-Demokratischen Partei / Familie und Umwelt Kreisverband Neckar-Odenwald begrüße ich Sie herzlich auf unseren Seiten. Wir freuen uns über Ihre Unterstützung und Anregungen zur Politik im Kreisverband!

 

22.10.2014: Kreishauptversammlung: ÖDP wählt neuen Vorstand

 

Christoph Peschke, 1. Vorsitzender

 

Neckar-Odenwald-Kreis. Die Neuwahl des Kreisvorstands sowie Informationen über das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP standen im Mittelpunkt der Kreishauptversammlung der Ökologisch-Demokratischen Partei / Familie und Umwelt (ÖDP) in Buchen. Zunächst richtete Herbert Alexander Gebhardt (Wertheim) die Grüße des Landesvorstands aus und gab einen Rückblick auf die für die ÖDP erfolgreiche Europawahl, bei der mit Prof. Dr. Klaus Buchner aus München erstmalig ein ÖDP-Kandidat ins Europäische Parlament gewählt wurde.

Unter seiner Leitung fand dann zügig die Wahl der Vorstandsmitglieder statt. Dabei wurde Christoph Peschke aus Buchen (s. Bild) zum neuen Kreisvorsitzenden, Robin Seizinger aus Fahrenbach zu seinem Stellvertreter und Dr. Claudia Assimus aus Buchen zur Beisitzerin gewählt. Herbert A. Gebhardt übernahm kommissarisch das Amt des Kreisschatzmeisters. Als Rechnungsprüfer stellten sich Jochen Frank aus Neunkirchen und Alexander Kunkel aus Mosbach zur Verfügung. Zum Landesparteitagsdelegierten wurde Christoph Peschke gewählt, zum Ersatzdelegierten Robin Seizinger.

Der neu gewählte Kreisvorsitzende erläuterte die Gefahren, die vom geplanten Freihandelsabkommen TTIP ausgehen. Es habe das gefährliche Potenzial, unsere demokratische Ordnung auf den Kopf zu stellen. Mit dem TTIP bekämen die Konzerne die Macht, Regierungen vor einem außerstaatlichen Schiedsgericht (ISTD) zu verklagen, gab Peschke zu bedenken. Die kanadische Regierung, die mit den USA bereits ein mit dem TTIP vergleichbares Freihandelsabkommen abgeschlossen hat, sei bereits dazu verurteilt worden, an eine US-amerikanische Firma 250 Millionen US-Dollar zu zahlen, weil Kanada mit Rücksicht auf den Bürgerwillen das umweltgefährdende Fracking eingeschränkt habe. Peschke: „Soweit darf es auf keinen Fall kommen.“ Deswegen beteilige sich auch die ÖDP an der Selbstorganisierten Europäischen Bürgerinitiative gegen TTIP, für die bereits nach wenigen Tagen mehr als eine halbe Million Unterschriften abgegeben worden seien.

Als weiteren Themenschwerpunkt wurde die prekäre Situation der Unterbringung der Asylsuchenden im Neckar-Odenwald-Kreis angesprochen. Hierzu stellte der neugewählte Kreisvorsitzende fest, dass der Kreis nicht ausreichend vorbereitet war und jetzt entsprechend hektisch versuche, „Herr der Lage“ zu sein. So sei es zwar in der selbst verursachten Notsituation durchaus legitim, Asylsuchende vorübergehend in größeren Gruppen in einen bestehenden Bestand, wie derzeit in Osterburken geplant, unterzubringen. Aber es wäre falsch, hierfür extra neue Gebäude mit Brennpunktpotential zu erstellen, wie es in Adelsheim geplant sei. Man sollte besser von Beginn an auf dezentrale Lösungen setzen. Wichtig sei hierfür aber eine ausreichende Infrastruktur und Betreuung, so Peschke abschließend.

 

15.02.2013: ÖDP begrüßt Fairtrade-Stadt Initiative in Buchen


Christoph Peschke: „Nächstes Ziel sollte Bewerbung des Neckar-Odenwald-Kreises als Fairtrade-Kreis sein.“

Der Kreisverband Neckar-Odenwald der Ökologisch-Demokratischen-Partei / Familie und Umwelt (ÖDP) begrüßt die Fairtrade-Town-Initiative von TransFair Deutschland e.V. zur Auszeichnung von engagierten Gemeinden und Städte. Der faire Handel stellt ein wichtiges Standbein im globalen Welthandel dar, da sich der globale Markt leider viel zu oft zu Lasten der Bevölkerung in den Entwicklungs-ländern auswirkt. So sind dort häufig Kinderarbeit, sklavenähnliches Lohndumping oder gar Menschenhandel immer noch an der Tagesordnung. Import-Kontrolle durch die Bundesregierung? Fehlanzeige! Daher ist es notwendig, Maßnahmen über den regulären Markt hinausgehend zu etablieren, wie beispielsweise den Fairen Handel.

Christoph Peschke, Kreissprecher der ÖDP Neckar-Odenwald und selbst Mitglied in der Fairtrade-Steuerungsgruppe Buchen, sieht solche öffentlichkeitswirksame Maßnahmen in erster Linie als Auftrag, die hiesige Bevölkerung zu informieren und den Weg zum Fairen Handel zu ebnen. Peschke: “Durch solch eine Auszeichnung kann sich jeder Einwohner Buchens persönlich mit seinem ethisch korrekten Konsum als Teil dieser Kampagne sehen und damit identifizieren. Dies stärkt das Bewusstsein, der Ungerechtigkeit in vielen Entwicklungsländern entgegenzuwirken.”

Sich aber jetzt in den Sessel zu lehnen, wäre ein falsches Signal, und dies nicht nur, weil der Titel für die Stadt lediglich zwei Jahre gültig ist. Die Auflagen zur Erlangung der Auszeichnung stellten keine zu großen Hürden dar, da der Faire Handel glücklicherweise in Deutschland auf hohe Zuwachsraten zurückblicken kann und dieser auch in der Stadt Buchen mit ihren Stadtteilen immer mehr  Zuspruch findet. „Daher kann dies nur ein Aufruf sein, diesen Weg stetig weiterzugehen”, meint Christoph Peschke. Infolgedessen würde die ÖDP es befürworten, wenn auch der ganze Landkreis Neckar-Odenwald den fairen Handel aktiv fördert und sich als Fairtrade-Kreis bewirbt.

05.12.2012: Offener Brief an MdB Gerig zu EBRD-Garantien an Monsanto

Offener Brief

Sehr geehrter Herr Gerig,

wie aus der Presse zu erfahren war, will die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) dem Konzern Monsanto finanzielle Garantien in Höhe von 40 Millionen Dollar bereitstellen. Monsanto war in der Vergangenheit unter anderem dadurch negativ aufgefallen, dass es Landwirte unter Druck gesetzt hatte, immer wieder gentechnisch verändertes Saatgut zu kaufen und mit Klagen gedroht hatte. Aus Sicht der Ökologisch-Demokratischen-Partei (ÖDP) sollte die EBRD keinen Konzern unterstützen, der mit dubiosen Geschäftsmethoden Landwirte erpresst. Zudem steht Monsanto finanziell offenbar so gut da, dass der Konzern erst vor wenigen Wochen 8 Millionen US-Dollar ausgeben konnte, um ein Volksbegehren gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel in Kalifornien zu beeinflussen. Außerdem kann das Ziel einer weltweit vielfältigen Landwirtschaft nicht mit dem Anbau gentechnisch veränderten Saatguts erreicht werden, sondern nur mit ökologischer Landwirtschaft. Wir fordern Sie nun auf, zu den Garantien Stellung zu beziehen, da auch die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den Bundesfinanzminister, im Gouverneursrat der EBRD sitzt. Bitte engagieren Sie sich dafür, dass Monsanto keine finanziellen Garantien erhält und die EBRD lieber Kredite für ökologisch wirtschaftende Kleinbauern vergibt.

Wir freuen uns auf eine Antwort von Ihnen und verbleiben mit freundlichen Grüßen

Christoph Peschke
Kreissprecher ÖDP Neckar-Odenwald


Hintergrundinfos:

Pressemitteilung ÖDP Bundesverband
Projektseite der EBRD
Info auf dem Portal "Keine-Gentechnik"

 

15.10.2012: Gebhardt kandidiert für den Bundestag

 

Klaus Göggelmann, Vorsitzender ÖDP-Kreisverband Main-Tauber, gratuliert Herbert A. Gebhardt (rechts) aus Wertheim zur erfolgreichen Wahl.

Klaus Göggelmann, Vorsitzender ÖDP-Kreisverband Main-Tauber, gra-
tuliert Herbert A. Gebhardt (rechts) aus Wertheim zur erfolgreichen Wahl.


Der Wahlkreisbewerber der ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei/Familie und Umwelt) für den Wahlkreis Odenwald-Tauber bei der Bundestagswahl im Herbst 2013 heißt Herbert Alexander Gebhardt. Auf der gemeinsamen Mitgliederversammlung der Kreisverbände Neckar-Odenwald und Main-Tauber in Lauda wurde der 68jährige Oberstudienrat a. D. aus Wertheim einstimmig gewählt.

Gebhardt ist seit 25 Jahren Mitglied in der ÖDP, gehört seit 24 Jahren dem Landesvorstand Baden-Württemberg an, davon 20 Jahre als Landesschatzmeister. Beruflich unterrichtete er 34 Jahre lang am Ganztagsgymnasium Osterburken die Fächer Geographie und Biologie. In dieser Zeit war er auch ÖDP-Vorsitzender im Neckar-Odenwald-Kreis, bevor er 2007, nach dem Eintritt in den Ruhestand, wieder in seine Heimatstadt Wertheim zog und im Main-Tauber-Kreis als stellvertretender Kreisvorsitzender aktiv wurde. Außerdem vertrat er 15 Jahre lang als Stadtrat in Osterburken und fünf Jahre lang als Kreisrat im Neckar-Odenwald-Kreis die Interessen der Bevölkerung.

„Ich bin bestürzt über die Zustimmung der Bundesrepublik Deutschland zum ESM-Vertrag und zum Fiskalpakt“, sagte Gebhardt zu den Beweggründen für seine jetzige Kandidatur. Durch diese Verträge verliere der deutsche Staat auf unabsehbare Zeit seine Finanzhoheit und Handlungsfähigkeit, denn, so führte Gebhardt weiter aus, „unser Parlament hat keine Möglichkeit mehr, einen unabhängigen Haushalt aufzustellen, wenn eine kleine internationale Gruppe demokratisch nicht legitimierter Finanzexperten über seine Ausgaben bestimmen kann.“ Wenn Deutschland innerhalb einer Woche nach einer willkürlichen Entscheidung dieser neuen Institution 22 Milliarden Euro auf den Tisch legen müsse, bedeute dies das Todesurteil unserer Demokratie und unseres Sozialstaats. Er habe deshalb Anfang Juli eine Resolution des ÖDP-Landesparteitags an das Bundesverfassungsgericht mit unterschrieben, in der die Richter gebeten werden, dieses Vertragswerk für verfassungswidrig zu erklären. Noch besser wäre es freilich gewesen, der Deutsche Bundestag hätte diesen Verträgen erst gar nicht zugestimmt. „Dass diese Zustimmung mit großer Mehrheit fast aller Fraktionen geschah, macht deutlich, wie wichtig die Kandidatur und die Wahl von Abgeordneten einer unabhängigen Partei wie der ÖDP sind.“

Die anwesenden ÖDP-Mitglieder waren überzeugt, dass mit einer politisch so erfahrenen und ehrenamtlich so engagierten Persönlichkeit wie Herbert A. Gebhardt der richtige Kandidat ins Rennen um einen Sitz im Bundestag geht. Gebhardt bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen.